Es ist die Aufgabe der Erwachsenen, die Umgebung so vorzubereiten, dass das Kind sein volles Potenzial entfalten kann.
Für Lana Toggenburger ist Pädagogik weit mehr als nur ein Konzept, für sie ist sie eine tief verankerte Philosophie. Aufgewachsen in einer Lehrerfamilie und mit einer Mutter, die als Primarlehrerin tätig war, entwickelte sie bereits früh einen natürlichen Bezug zur Pädagogik.
Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer pädagogischen Ausbildung in der Ukraine zog Frau Toggenburger nach Deutschland. Dort begann sie ihre Montessori-Reise an einer internationalen Montessori-Schule im Kindergartenbereich. Es war Liebe auf den ersten Blick. Der Montessori-Ansatz faszinierte sie vom ersten Moment an so sehr, dass für sie schnell feststand: Von nun an gibt es nur noch Montessori.
In Deutschland erwarb Frau Toggenburger ihren ersten Montessori-Abschluss und durfte ihr Diplom im Bereich der 0- bis 3-jährigen Kinder erfolgreich in der Praxis umsetzen.
Ihre Leidenschaft für die Montessori-Pädagogik begleitet sie nun seit über 24 Jahren und blieb auch bei ihrem Umzug in die Schweiz ungebrochen. Während Frau Toggenburger an einer Montessori-Schule arbeitete, bildete sie sich kontinuierlich weiter und erwarb ein weiteres Diplom im Bereich der 3- bis 6-jährigen Kinder. Parallel dazu absolvierte sie ihr pädagogisches Studium erneut, um die erforderlichen staatlichen Anerkennungen in der Schweiz zu erhalten.
Heute arbeitet Frau Toggenburger als Montessori-Lehrperson an der Lip. Sie schätzt die grosse Freiheit und das Vertrauen der Schulleitung, die es ihr ermöglichen, nach ihren pädagogischen Werten zu arbeiten. Spätestens in den Schulferien merkt sie regelmässig, wie sehr ihr die tägliche Arbeit fehlt und wie gerne sie im Schulzimmer steht.
Zu den besonderen Höhepunkten ihres Berufsalltags zählen die gemeinsamen Anlässe mit den Familien, wie Theater- oder Tanzaufführungen. Wenn die Kinder dabei stolz über sich hinauswachsen, zeigt sich für sie der Kern der Montessori-Philosophie: das Erleben von Selbstwirksamkeit. Die Kinder lernen, Verantwortung zu übernehmen und Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Dadurch entsteht echtes Selbstvertrauen, das von innen heraus wächst.
Genauso vielseitig gestaltet sich auch ihre Freizeit. Wer Frau Toggenburger kennt, weiss, dass sie gefühlt eine Million Hobbys hat. Ob Lesen, Dokumentarfilme, Podcasts, Klavierspielen, Handarbeiten, Reiten, Sport oder Gartenarbeit – sie entscheidet ganz spontan, wonach ihr gerade der Sinn steht.
Den erfrischendsten Ausgleich findet sie jedoch im eiskalten Wasser. Im Winter geht sie täglich im See schwimmen, um neue Energie zu tanken und ihre Resilienz für Körper und Geist zu stärken. Ihre Faszination für das Eisbaden ist ansteckend: Bereits zwei Kolleginnen konnte sie für das kalte Nass gewinnen. So bleibt der Lip-Alltag auch ausserhalb des Schulzimmers herrlich lebendig.